ich saß am abend auf meiner fensterbank am offenen fenster und schaute auf die straße. ein auto nach dem anderen koch die straße entlang. es wurde dunkel, aber die straßenlaternen waren noch aus. der lärm von der straße drang zu meinem zimmefenster hinauf. typisch berlin. oft würde ich mein zimmer zum hinterhof raus haben. wenn ich in berlin bin, sitze ich jeden abend hier, auf meiner fensterbank mit offenen fenster und strarre auf die welt unter mir. das brauche ich. ich weiß nicht warum. egal ob draußen -10 oder 30 grad sind. egal, ob sonne scheint, oder ob es regnet. bei regen halte ich sogar oft meine hand raus, um die tropfen aufzufangen. und seit ein paar tagen rauche ich auch noch dabei. ich weiß, dass das nicht gut für mich ist. für keinen. ich mache es heimlich. meine mutter sieht es nicht gerne, obwohl sie selbst kein stück besser ist. das radio spielt leise im hintergrund 'young, wild and free' von snoop dogg & bruno mars. passend zu meiner stimmung. ein kühler wind weht mir ins gesicht. das gefiel mir. war angenehm. es klopfte an meiner tür. hastig drückte ich die kippe an der hauswand aus und ließ sie 11 stockwerke in die tiefe fallen. ''ja?'' alex steckte sein kopf in mein zimmer. ''hey!'' sagte er und schaute sich in meinem zimmer um. umzugskatons lagen überall rum. unaufgeräumt war es. wie immer. er setzte sich gegenüber von mir auf die fensterbank und starrte auch nach draußen. ''wenn du schon heimlich rauchst, dann lad mich wenigstens ein'', sagte er. ach, so ein mist, dachte ich. ''ich hab nicht geraucht.'' er lachte, so wie er nur lachen kann. ''red doch kein müll. hier drin stinkt es wie in einer kneipe.'' darauf hatte ich nichts zu sagen. wir saßen eine zeit lang schweigend am fenster. ''du bist doch nicht nur gekommen, weil du mit mir hier rumsitzen willst, oder?'', fragte ich. er schüttelte den kopf. ''ich wollte dich eigentlich nur fragen, ob du heute noch weg gehst.'' ich verstand. ''eigentlich nicht. kommt deine barbie oder was?'' er hasst es, wenn ich seine freundin 'barbie' nenne, obwohl sie eine ist. ''nenn sie nicht barbie du kröte.'' ''sie ist eine. das ist die realität'', sagte ich. ''haftbefehl.'' oh, ich hab geahnt, dass er auf dieses doofe lied kommt. ''halt die fresse, alex.'' er lachte. er liebt das lied. ich hasse es, seit dem ich fasr jede nacht nicht schlafen kann, weil er es so laut hört. ''was ist denn nun?'' ich überlegte, ob ich ihm wirklich diesen gefallen tun sollte, ich meine, es wäre perfekt für die zwei. mama war auch nicht da. ''und was krieg ich dafür?'', fragte ich. wenn er jetzt etwas tolles sagt, dann geh ich noch hoch zu ina, denke ich. ''nichts. du spinnst wohl. ich bin der ältere. ich hab das sagen.'' so, dann lass ich die zwei wohl nicht alleine. so ein mist aber auch. ich grinse ihn an und sage ''dann musst du halt zu deiner barbie fahren, oder ihr fickt einfach etwas leiser. ich geh bestimmt nicht weg. tut mir jetzt auch nicht leid.'' ich lachte mir den arsch ab, sprang auf und flüchtete. ich wusste, was jetzt kommen würde. alex warf mich mit einem t-shirt ab, dass auf dem boden lag und hetzte mich durch die kleine wohnung. ''verpiss dich, alex!'', schrie ich und lachte gleichzeitig. ich liebe diese situationen mit ihm.
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