Sonntag, 15. Juli 2012

der wind pfeift durch die straßen von münchen. ich setze die kaputze auf den kopf und drehe die musik leiser, bis sich schließlich ganz mein handy in die hosentasche stecke. was mache ich hier alleine?, frage ich mich. die antwort ist nicht ganz klar. eigentlich war ich nur mit alex skaten, er dann aber weg musste. ich will nicht die bahn nehmen, also gehe ich die vielen kilometer zu fuß. eine stunde laufe ich schon. und so wie es aussieht werde ich auch noch eine weitere stunde laufen. das macht mir nichts aus. aus einem haus dringt musik. ich kann nicht heraushören, wer das lied singt. ich merke, dass ich eine ungeheure lust auf alkohol hab. nein leon, du wirst nicht trinken, denke ich. ich komme vorbei an den pennern und schnapsleichen, die hier immer liegen. sie fragen mich nach geld. da ich nichts habe, kann ich ihnen auch nichts geben, was ich nicht schlimm finde. ''scheiß wichser!'', ruft der eine, der schon ziemlich besoffen ist hinter mir her. ich muss grinsen. ''beruhig dich, penner'', sage ich und gehe weiter. zwei jungs kommen mir entgegen. auch mit einem skateboard unter dem arm. genau wie ich. vielleicht in meinem alter. sie scheinen auch etwas angetrunken zu sein. bin ich denn hier noch der einzige typ, der noch klar im kopf ist?, frage ich mich. die beiden sprechen mich an. die beiden bemühen sich, normal zu reden, sodass man ihnen nicht merkt, dass sie schon etwas intus  haben. es gelingt ihnen ganz gut. ich bekomme raus, dass sie niklas und justin heißen. wir reden über jeden mist und schon nach 5 minuten haben wir einen schlimmen lachflash. mit skatern kann man halt am besten reden, denke ich. justin zieht eine schachtel zigaretten aus seiner hosentasche und bietet mir auch welche an. ich greife natürlich zu. ''wir gehen skaten. kommst mit?'', fragt er mich. ich überlege gar nicht viel. natürlich komme ich mit. niklas nimmt einen schluck aus seiner ouzoflasche und hält sie mir entgegen. ich nehme einen schluck. wir machen uns auf den weg in die stadt. ich gehe genau den gleichen weg zurück, den ich gekommen bin, aber das ist mir auch egal. ich wundee mich, in meinem ganzen leben sind mir höchst 4 leute begegnet, die ich wirklich gerne mochte und fast so drauf sind wie ich und jetzt gehe ich nichtsahnend durch münchen und treffe genau solche typen.