Mittwoch, 17. Oktober 2012
Heute mal ein Post von Lisa. ♥
Mit langsamen Schritten gehe ich die Straße zu deinem Haus entlang, sehe mich dabei um kneife die Augen leicht zusammen, weil mich die Sonne blendet. Ich hasse Sonne, aber das ist mir in dem Moment wieder egal, als ich dein Haus sehe. Ein breites Grinsen bildet sich auf meinen Lippen und ich laufe schneller, renne fast die letzten Meter zu deiner Haustür. Bevor ich klingel sehe ich schnell auf meine Uhr, 14:03 Uhr. Ich bin drei Minuten zu spät, also wirst du dich wohl nicht beklagen. Ich drücke auf die Klingel. Einmal kurz und dann noch einmal so lange, bis ich höre, dass irgendjemand die Treppen runter rennt. In der Hoffnung, dass es weder deine Schwester, noch deine Mutter ist, warte ich und rufe dann zur Sicherheit trotzdem laut "Entschuldigung!", höre dann aber in dem Moment wie irgendwer oder irgendwas die Treppen runterfliegt und muss schmunzeln. Vielleicht bist du es, das wäre lustig. Vielleicht ist es aber auch Jannik, das wäre noch viel lustiger. Die Tür geht auf und ich sehe, dass du es bist. Rote Boxershorts, oh. Und dein Spiderman Shirt, das du so magst. Du siehst heute wieder besonders schön aus, schöner als gestern, wenn das überhaupt möglich ist? Ich liebe dich. Du hast dieses wunderbare süße Grinsen im Gesicht, wenn du dich freust. Ich finde dich so süß, so schrecklich süß, weißt du das? Ich betrachte dich eine Weile, deine Augen, deine Haare. Ich liebe deine Haare, sie sind noch etwas zerzaust, ein blonder Haarwuschel. Und deine Augen, oh... ja, deine Augen. Ich hab den schönsten besten Freund der Welt, klare Sache! "Lisa?" höre ich dich sagen, du musst immer noch so Grinsen und siehst mich fragend an. Ich blinzel und schüttele den Kopf, zu viele kitschige Gedanken. "Lässt man die Dame mal rein, Spiderman?" frage ich ironisch und tippe im vorbeigehen auf dein Shirt, setze mich dann auf eine Treppenstufe und ziehe schnell meine Schuhe aus. Ich hab noch extra die zum reinschlüpfen genommen, damit ich nicht so viel Zeit mit Schuhen verschwende, sondern dir so schnell wie möglich nah sein kann. Du schließt die Tür und ich beobachte dich dabei, muss ungewollt lächeln, weil du schön bist, so schön. Ich weiß du hasst das, ich soll das nicht sagen und überhaupt stimmt das ja gar nicht. Aber das ist mir egal, du sollst dich da nicht einmischen, ich sag was ich will. Zumal du das auch gar nicht wissen kannst. Du siehst dich nie, wie du lächelst oder wie du erwartungsvoll guckst, weil du einen Kuss willst. Ich lächele noch immer und komme mir plötzlich dumm vor, weil du auch schon gemerkt hast, dass ich dich so anstarre und du dich sichtlich unwohl fühlst. "Schöner Mann" sage ich und beiße mir leicht auf meine Unterlippe, weiß genau was jetzt kommt. ''Lass das.'' sagst du. "Ja schon gut", werfe ich deswegen schnell ein und strecke eine Hand nach dir aus, "komm her, lass dich umarmen." Du lässt nicht lange auf dich warten, nimmst meine Hand und mein Bauch kribbelt so sehr, dass es schon fast weh tut, als ich deine Hand spüre. Ich ziehe dich zu mir und lege meine Hand sanft an deine Schulter, sehe dir eine ganze Weile nur in die Augen, als dein Gesicht so nah an meinem ist. Du beugst dich noch ein Stück vor und berührst mit deinen Lippen kurz meine Stirn, ich schließe meine Augen für einen Moment und seufze leise. "Was?" fragst du, als du das hörst, "was ist?". Ich öffne meine Augen wieder und schüttele nur den Kopf, kann mir ein Schmunzeln nicht verkneifen und streiche dir durch deine Haare. "Nichts, ich liebe dich. Das Übliche", antworte ich leise und du fängst an zu Grinsen. Ich muss es ebenfalls, weil alles was du tust auf mich so ansteckend wirkt. Ich lege beide meine Arme um deinen Hals und umarme dich fest, will dir einfach nur so unglaublich nah sein und atme dabei deinen Duft ein. Du riechst so vertraut und wundervoll. Und ich muss schmunzeln, weil du auch 'Head and Shoulders' benutzt. "Gehen wir hoch?" höre ich dich in mein Ohr flüstern. Nein, denke ich. Ich löse mich ein wenig von dir und lege meine Lippen vorsichtig an deinen Hals, beginne ihn zu küssen. Deine Hände ruhen an meine Rücken und ich nehme wahr, wie dir ein kleines "Oh" entfährt. Zufrieden lächelnd mache ich weiter, ich weiß, dass du das liebst. Ich weiß, dass du davon schwach wirst und ich weiß, dass ich damit alles bekomme. Meine Lippen wandern langsam hoch über deine Wange, dann drücke ich mich mehr an dich. Ich will dir nah sein. Ich will dir so nah sein wie niemand anderem.