ich bin durch jedes zimmer meiner wohnung gegangen. dein kopf hat auf meinem kissen einen abdruck hinterlassen, deine tops stecken noch zwischen jeder spalte meiner matratze. du hast morgens so viel geredet, also hast du mir deine stimme am morgen geschenkt und abends, warst du immer so müde, dass du mir atemzüge hinterlassen hast. du hast mir dein lautestes lachen geschenkt. dein körper war so oft unter meiner bettdecke. du hast dort deine wärme hinterlassen. wenn ich durch all diese zimmer gehe, denke ich nur an dich. es ist als wärst du immer noch hier. in jedem kissen, teppich und vorhang. aber du bist nicht mehr da. du musstest gehen, weil das mit uns nicht klappen würde. es ist zwischen uns einfach zu viel passiert. wir haben es immer wieder ausprobiert, immer wieder einen neuanfang ausprobiert. auf ein neues und noch ein neues. und ich bin es leid. ich bin dich leid. weil du nicht gibst, aber immer nimmst. weil du ein geschlossenes buch bist. weil ich gern durchlese und sowieso das ende immer zuerst. weil du kein mädchen der großen worte bist. weil ich kein schweigen aushalte und alles auspreche und auch alles gesagt bekommen will. an diesen tagen stelle ich mir die größte frage aller der fragen. warum? warum mache ich das, wenn ich es zu nichts führt und du nicht mal möchtest, das es zu etwas führt? aber ich weiß, das es absolut keinen grund gibt, traurig zu sein. und ich weiß; ich hab doch alles. und eigentlich noch so viel mehr. und trotzdem hast du mir weh getan. du mit deinen lauen, mit deiner art, verletzt menschen. du weißt nicht was du willst, ina.