Samstag, 21. Juli 2012

in a drunken state, i call your name. from the bottom of my soul to the blood in my viens.

ich öffnete meine augne. es dauerte paar sekunden, bis ich begriff, dass ich in meinem bett lag. sonne fiel auf mein gesicht. das fenster war offen und lisa saß auf meiner fensterbank. sie rauchte und schaute nach draußen. es war glühend heiß. ich hatte keine kopfschmerzen und schlecht war mir auch nicht mehr. ich war ein bisschen erleichtert. setze mich auf. es kam plötzlich. mein schädel fing an weh zu tun. so als ob jemand mit einem hammer drauf hauen würde. mir wurde schlecht. sehr sogar. ich war doch ganz schön verkatert. lisa blinzelte mir entgegen. sie sah fertig aus. ich auch? bestimmt. ''es ist gleich drei.'', sagte sie. ihre stimme hörte sich kratzig an. ich nickte. konnte nichts sagen. legte mich wieder hin. versuchte mich an letzte nacht zu erinnern. es fing ja ganz harmlos an. joschka, alex, lisa und ich saßen bei uns auf dem sofa und haben filme geguckt. so gegen 3 uhr morgens beschlossen wir auf eine hausparty von einem freund zu gehen. sie war echt gut. gute musik, gute stimmung, und viel, okay viel zu viel alkohol. ich zog seit langem mal wieder eine pfeife durch, um gut drauf zu kommen. schon nach einer oder zwei stunden hatte ich schon gut getankt. es gab einfach zu viel cola korn und wodka. ich erinnerte mich an dieses mädchen, von der ich den namen nicht mehr weiß. ich weiß nicht einmal, ob ich sie kenne. getrunken haben wir, die ganze nacht glaube ich. gut verstanden haben wir uns. zu gut? ich versuchste mich krampfhart zu erinnern. keine chance. ein schlechtes gewissen machte sich in mir breit. ich hab immer noch dieses eine lied im kopf. nach weiteren stunden, an die ich keine erinnerungen habe, konnte ich nicht mehr gerade stehen. pennte irgendwann auf dem sofa ein. lisa weckte mich. sagte mir, dass wir jetzt gehen. sie war noch in einem besseren zustand als ich. ich kann echt nicht verstehen, was da mit mir los war. lisa und ich hatten gestern irgendwie die rollen getauscht. sonst ist sie immer, die so dicht ist, dass sie kaum noch stehen kann. irgendwie sind wir wohl zur u-bahn gekommen. die u-bahn war nicht voll. es muss so bei 6 uhr morgens gewesen sein. sie war warm, stickig und schaukelte. der horror. ich merkte, wie mir alles hochkam. ''noch sechs stationen, das schaffst du schon.'', sagte lisa. es waren sechs stationen zu viel. ich lehnte meinen kopf gegen die scheibe, zum kühlen. brachte nicht viel. bei der vorletzten station war es zu spät. die leute, die unserem wagon saßen, taten mir leid. und lisa? die lachte mich noch aus. draußen suchte ich mir den erstbesten mülleimer. wie wir zu mir gekommen sind, weiß ich nicht. ich setzte mich wieder auf. ich bereute die letzte nacht.
''ich bin erst 14.'', sagte ich zu lisa. meine stimme war kratzig. sie guckte mich dumm an, dann nickte sie und sagte ''ich weiß. und ich bin 18.'' sie verstand mich nicht richtig. ''ich bin 14'', sagte ich noch einmal, ''ich besaufe bis zum kotzen, kiffe und was weiß ich noch alles.'' sie schüttelte den kopf. ''ach komm, so schlimm ist es nicht. ich hatte mit 15 meine erste alkoholvergiftung.'' sagte sie nur. ja, daran kann ich mich noch gut erinnern. ich machte eine handbewegung, sodass sie mir eine kippe und ihr feuerzeug rüberwarf. ich musste an den vorwurfsvollen blick denken, mit dem mich meine mutter später angucken wird. ein schlechtes gewissen wäre noch harmlos ausgedrückt, so fühlte ich mich.