Montag, 21. Mai 2012

du fehlst, ina.

 und dann steigst du in den bus ein. wahrscheinlich bist du zu stella gefahren. ich schaue dem bus noch hinterher und je weiter er sich von mir und der haltestelle entfernt, desto mehr denke ich nach. ich laufe nach hause, suche meinen schlüssel und schließe auf. dann ziehe ich die tür wieder zu, als ich im warmen flur stehe. ich hätte nicht gedacht, dass es wieder so läuft mit uns. ich hatte dich abgeschrieben. fast, aber immer mit der hoffnung, dass du dich wieder meldest. das es halt doch noch nicht ganz vorbei ist. irgendetwas an uns will nicht, dass es vorbei ist. irgendetwas an uns will doch das, was man freundschaft nennt. wenn ich von dir erzähle, fragen meine freunde, warum ich überhaupt mit dir befreundet bin. ich sage, dass ich es nicht weiß.
aber vielleicht weiß ich es doch. manchmal liegen wir auf der couch, nebeneinander, derselben couch, auf der wir uns umarmten und küssten, damals. und ich denke, dass wir uns näher sind als früher, weil wir so viel durchgemacht haben. ich kenne dich. und trotzdem treibst du mich in den wahnsinn. und enttäuschst mich. immer wieder. ich war schon immer irgendwie davon überzeugt, dass uns etwas verbindet, dass es keine menschen auf der welt gibt, wie du und ich. das wusste ich in dem moment, als wir beide auf deinem fußboden nebeinander lagen und uns die seele aus dem leib gelacht haben, dass ich genau jetzt, niemanden auf der welt mehr brauche, als dich. ich bin mir sicher, dass wir uns wieder streiten werden. es wird verletzte gefühle geben und traurigkeit, aber ich bin mir genauso sicher, dass wir es immer wieder hinkriegen werden. irgendwie. ich laufe in mein zimmer und sehe unsere bilder, an den wänden. ich habe deine jacke an, ich rieche an ihm und lächel ein wenig. wir passen nicht zusammen. überhaupt nicht. aber vielleicht deswegen erst recht.