Sonntag, 16. September 2012
# 4
ich versuche zu blinzeln als ich aufwache, bin aber noch viel zu verschlafen und lasse deshalb meine augen einfach noch geschlossen. aber schon mit geschlossenen augen wird mir klar, wo ich bin; neben dir. hier riecht es so nach dir, im positiven sinne. ungewollt huscht ein sanftes lächeln über meine lippen und der gedanke daran, dass du wahrscheinlich noch schläfst und dabei unglaublich süß aussehen musst, lässt mich meine augen dann doch öffnen. ich muss mich erst ein wenig an die heilligkeit gewöhnen und blinzele deswegen erneut. wohlig seufzend strecke ich mich, versuche dich dabei nicht zu berühren und drehe meinen kopf schließlich in deine richtung. du siehst aus wie ein pandababy wenn du schläfst, denke ich und mir kommt dann der gedanke, wie pandababys denn so aussehen beim schlafen. ich sehe mich nach deinem heilligen iphone um, und merke, dass es links neben dir liegt. typisch, denke ich und kann nicht anders, als dabei die augen zu verdrehen, deine beiden wichtigsten dinge, wie du immer sagst, hast du neben dir; dein iphone und.. achja, da bin ja noch ich. vorsichtig beuge ich mich über dich und greife nach deinem iphone. also erstens mache ich - selbstverständlich - ein bild von dir und muss mir dabei auf die unterlippe beißen, um nicht zu lachen. wunderschön siehst du aus, selbst beim schlafen, dass muss man dir lassen. nachdem dieses atemberaubende bild dein neues hintergrundbild ist, google ich ''schlafendes pandababy'', weil mir doch viel zu langweilig ist, oh gott ich hobbyloses kind. ich werde beim sinnlosen rumklicken gestört, als alex ins zimmer kommt. ''psssscht'' sage ich und zeige übertrieben auffälig auf dich, hätte mir dabei eigentlich auch denken können, dass alex jetzt das gegenteil tut. er geht auf dich zu und schlägt dir auf den kopf, so dass du aufschreckst. ''hässlicher wichser'', rufe ich, weshalb du dich noch mehr erschreckst. alex grinst nur sein ''ich bin geil'' - grinsen und ist dann auch schon wieder weg. ich wende mich dir zu, du siehst extrem verpeilt und noch ziemlich verschlafen aus, starrst mich mit deinen augen die meiner meinung nach ja tausend farben haben, an. ''hey..'' flüstere ich und warme kuschelstimmung macht sich in mir breit, als ich dich da so liegen sehe. ''behindertes arschloch'', sagst du, inzwischen offensichtlich wieder ganz du selbst. ''danke'', antworte ich daraufhin, wohl wissend, dass das noch an alex ging. du grinst mich breit an und ich mache daraufhin einen kussmund, habe aber nicht vor mich zu dir runter zu beugen und will, dass du dich stattdessen mal hinsetzt. ''kuss?'' frage ich noch und du richtest dich ein wenig auf, stützt dich mit dem ellbogen ab und machst ebenfalls einen kussmund. ich seufze leise und beuge mich dann doch ein stück vor, küsse dich liebevoll und flüstere dann gegen deine lippen: ''du süßes pandababy.'' ''du hast nur scheiße im kopf, weißt du das, schatz?'', fragst du und musst lachen. ich schüttele nur den kopf und drücke dich sanft nach hinten, lege mich dann auf dich und lasse meinen kopf an deiner schulter ruhen. ''ich liebe dich'', flüstere ich, jetzt schon wieder müde genug um zu schlafen. ''danke'', sagst deiesmal und du und und ich haue dir leicht an den arm, spüre dann wie sich deine brust immer wieder leicht hebt, weil du anscheinend wieder leise am lachen bist. eine ganze weile konzentriere ich mich auf deine finger, die über mein rücken streichen und ich genieße es so sehr, bei dir zu sein. unauffälig rieche ich an dir, muss darauhin erneut lächeln und habe das gefühl, gleich vor glück zu sterben, als ich plötzlich deine stimme wieder wahrnehme. ''ich guck mal wie viel uhr es ist'', sagst du und tastest jetzt mit der hand, die gerade noch an meinem rücken war neben dir rum, ''wo ist mein iphone?''. ich setze mich auf und nehme dein iphone, weil ich noch genau weiß, wo ich es hingelegt hab, schmeiße es dann geschickt von deinem bett aus auf deine couch die ein paar meter entfernt ist. ''spinnst du?!'' rufst du, aber da bin ich schon aufgestanden und stehe in deiner tür, drehe mich noch mal um und sehe, wie du kopfschüttelnd und völlig verständnisslos zu deinem iphone gehst. ich kann die sekunden rein theoretisch runterzählen, bis ich an deinem gesichtsausdruck sehe, dass du dein neues hintergrundbild entdeckt hast. ''alter.. was. du bist so bescheuert!'' sagst du und gehst auf mich zu. das wäre der moment in dem ich wegrenne, ich bin jedoch viel zu sehr beschäftigt mit lachen, weil das bild im nachhinein gar nicht mehr so süß, sondern viel mehr richtig bescheuert aussieht. du bist mit ein paar schritten bei mir, packst mich an den hüften und trägst mich aufs bett. ''ich liebe dich'', sage ich noch immer lachend und versuche mich zu wehren. ja, ich liebe dich. ich liebe dich ja so sehr, lisa.